Da der Körper nur eine Sache gleichzeitig kann, entweder Verdauen oder Muskeln aufbauen, ist es besser, beim Muskelaufbau Eiweißdrinks sofort nach dem Training einzunehmen und mindestens 3 Stunden zuvor in Kombination mit Kohlenhydraten, da in diesem Fall die Verbrennung der Proteine reduziert wird. Die dadurch geschonten Proteinreserven stehen somit dem Muskelaufbau zur Verfügung.
Die verzweigtkettigen Aminosäuren (Branched Chain Amino Acids) Valin, Leucin und Isoleucin stellt der Körper selbst nicht her und müssen somit über die Nahrung zugeführt werden. Da sie direkt im Muskel und nicht wie die anderen Aminosäuren in der Leber verstoffwechselt werden, spielen sie für Kraftsportler eine bedeutende Rolle. BCAA‘s sollten am besten direkt nach dem Training eingenommen werden, um eine bestmögliche Regeneration der Muskulatur zu gewährleisten.
Glutamin ist eine spezielle Aminosäure, die die Leistung beim Workout steigern kann, indem es den Muskelaufbau stimuliert und gleichzeitig dem Abbau von Muskeln bei körperlicher Anstrengung entgegenwirkt. Zur Steigerung des Zellvolumens und der Glykogenspeicherung sollte Glutamin in einer höheren Dosis direkt nach dem Training eingenommen werden. Zusätzlich morgens und abends eingenommen, sind die positiven Effekte des Glutamins am größten.
Das Training mit Gewichten wird erst durch Kohlenhydrate ermöglicht. Sie unterstützen als Haupt-Energielieferanten den Muskelaufbau.
Es sollte darauf geachtet werden, dass die Kohlenhydratspeicher vor dem Training gefüllt sind. Dies erreicht der Sportler, indem die Kohlenhydrate etwa 3 bis 4 Stunden vor dem Training in Kombination mit Eiweißen genommen werden. Die Muskulatur ermüdet somit weniger schnell, wodurch ein intensiveres Training möglich ist. Die Kohlenhydrate verhindern dabei gleichzeitig eine zu starke Verbrennung der zugeführten Proteine, die somit verstärkt nach dem Training in die Muskulatur eingelagert werden können. Fühlt man sich während oder vor dem Training müde, helfen Kohlenhydrate in Form von Energieriegeln über das Tief hinweg.
Beim Krafttraining verbrennt der Körper kein Fett. Die Zufuhr fettreicher Produkte vor und während des Trainings sollte also vermieden werden. Die Trainingspausen eignen sich besonders gut, um den Körper mit gesunden Fetten und ausreichend essentiellen Fettsäuren zu versorgen.
Der Trainingserfolg im Muskelaufbau kann durch Ergänzung der Nahrung mit Kreatin gesteigert werden. Das Creatin, das zu ca. 95 % in der Skelettmuskulatur vorkommt und als wichtiger Energiespeicher für kurzzeitige, hohe Belastungen dient, bestimmt in einem hohen Maß die Belastbarkeit der Muskulatur. Creatin, das vor allem als Monohydrat im Handel erhältlich ist, sollte am besten in Kuren über vier bis sechs Wochen angewendet werden. Danach folgt eine etwa 6-wöchige Pause. Die Einnahme empfiehlt sich gleich nach dem Training.